Deutsche Texte, Globale Musik

Vier Musiker, zig Einflüsse, eine Party

Feuer entsteht durch Reibung. Und wir mögen es, wenn sich scheinbare Gegensätze aneinander reiben, bis sie verschmelzen. Wenn Tanz-Gebräu auf Text-Genuss, Party auf Poesie trifft. Wenn ein quietschfideles Akkordeon, das normalerweise in irischen Pubs die Guinness-Zapfhähne rotieren lässt, mit mexikanische Rhythmen, spanischen Akustikgitarren, deutschen Texten und texanischen Road-Movie-Sounds Polka tanzt. Anders gesagt: Wir lieben den Spaß der Balance.

Deutschlandradio Kultur sagt es so: „Für eine junge Band echt schon beeindruckend. Musikalisch zwischen Tex-Mex und Americana.“ Die „Freie Presse“ hört „eine Musik, die man überall versteht“ und der „Nordkurier“ findet uns „jenseits der Beliebigkeit.“ Das lassen wir alles gern gelten.

Schubladen? Mögen wir nicht. Universelle Popmusik? Weltmusik aus Deutschland? Ja, damit können wir gut leben. Denn das Leben ist viel zu kurz, um nur eine Stilrichtung zu spielen. Wir feiern es lieber in vielen Facetten. Und mit euch. Am liebsten, bis im Club der Tanzschweiß von der Decke tropft.

Unsere Beats und Klänge stammen aus aller Herren Länder, in denen die Sonne zuhause ist. Unsere Texte handeln vom Hier und Jetzt, von den großen Träumen und der krassen Gegenwart, von uns – und vielleicht von dir. Deshalb singen wir sie in der Sprache, in der wir fühlen und denken. Tempi Passati, das ist unsere Art, um Ferne und Nähe gleichzeitig zu leben. Tempi Passati, das ist die Zeit, die vergeht: Moment reiht sich an Moment, und wenn es gut war, ergibt es am Ende Musik.

Nach „Weit draußen“ (2011) und „ Ein Sommer geht langsam vorüber“ (2013) folgte 2015 unser Album „14 Manöver des letzten Augenblicks“, das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Fürs Einspielen durften wir wieder jede Menge Gäste begrüßen, so beispielsweise den umtriebigen Perkussionisten Peter A. Bauer, Andreas Uhlmann (Trompete, Posaune) oder Aufnahme-Experte Hendrik Gundlach (u.a. Die Art). Das Mastering übernahm Markus Nachtigal, sonst als Stage-Mixer für Fettes Brot oder Beatsteaks unterwegs.

Obwohl wir finden, es ist nur die Musik die zählt, hier noch ein paar Worte über uns. Raik Hessel (Gitarre, Ukulele, Mandoline, Mundharmonika, Gesang) ist Kopf und Herz und Dirigent einer, nun ja, ziemlich bunten Truppe. Bassist André Heyer, der Mann mit dem Groove-Diplom, tourte bereits mit Reggae-Artist Gentleman um die Welt. Johannes Uhlmann, Professor für Akkordeon, zierte zig Produktionen von Ulman über Manfred Wagenbreth bis hin zu Die Sieben Leben. Peter Krutsch, Bachelor of Beats, spielte u.a. auf Produktionen und Touren der Dresdner Postrocker Gaffa und des Blues-Vierers Last Fair Deal sowie für die Motown-Band Sunny And The Heatwaves und ist aktuell auch bei der Popband Reitler fürs Schläge zeugen zuständig.

Raik Hessel - Gitarre, Gesang
Raik Hessel - Gitarre, Gesang
Henrik Nawrath Bass
Henrik Nawrath Bass
Johannes Uhlmann - Akkordeon
Johannes Uhlmann - Akkordeon
Peter Krutsch - Schlagzeug
Peter Krutsch - Schlagzeug